Montag, den 20. November 2017

Wrestling – zu viel Show für Deutschland?

Februar 17, 2016 by  
Filed under Ankündigungen, Top5

cenaWrestling – zu viel Show für Deutschland?

Wrestling ist in Deutschland nach wie vor ein Nischensport. Auch wenn er momentan wieder einen kleinen Aufschwung und etwas mehr Aufmerksamkeit in den Medien bekommt, so ist es doch noch ziemlich weit entfernt von der Popularität anderer Kampfsportarten, wie z.B. das Boxen.

Wrestling im Vergleich zum Boxen chancenlos

Beim Boxen sind die Kassen immer prall gefüllt und die Gagen, die teilweise pro Fight an die Boxer ausgezahlt werden, sind schwindelerregend. Die Aufmerksamkeit, die die Boxer besonders unmittelbar vor ihren Kämpfen geschenkt bekommen, ist unverhältnismäßig höher als bei den Wrestling-Kämpfen. Auch wenn man einen genaueren Blick auf die Live Sportwetten wirft, kann man schnell erkennen, wie die Kräfteverhältnisse wirtschaftlich verteilt sind. Beim Boxen gibt es eine weitaus größere Auswahl an Kämpfen, bei denen man seine Wette platzieren kann, und oftmals gibt es leider noch nicht mal Wettmärkte für Wrestling Matches.

Da kann man leider etwas neidisch werden, wenn man über den großen Teich schaut und sieht, wie beliebt die Wrestler und das Wrestling ganz allgemein dort sind. Hier werden regelmäßig die ganz großen Arenen gefüllt, und das Publikum geht von der ersten bis zur letzten Minute mit.

Quelle: https://i.ytimg.com/vi/0BX0tktJGVg/maxresdefault.jpg

Wenn die amerikanischen Stars sich im Rahmen ihrer WWE Live Tour mal auf den Weg nach Europa begeben, füllen sie hierzulande zwar auch die größeren Hallen, aber das Ausmaß wie in den USA bleibt bei Weitem unerreicht. Und wenn man auf die Besucherzahlen der Veranstaltungen der German Wrestling Federation (GWF) schaut, dann kommen einem gar die Tränen. Das liegt ganz sicher nicht an den Bemühungen der GWF, ganz im Gegenteil – hier gibt man wirklich alles, um Wrestling in Deutschland wieder populärer zu machen, aber das Interesse und die Nachfrage ist einfach (noch) nicht in dem Ausmaß vorhanden, wie man es sich wünschen würde.

Quelle: http://static1.squarespace.com/static/5491e0dde4b05bfaed10660d/56a0affcdf40f35fbb7764e2/56a8069922482e982b5cc2d0/1453852315662/12637051_943926099019164_67618752_o.jpg?format=1000w

Was sind die Ursachen?

Die Ursachen hierfür sind nicht ganz so leicht auszumachen. Vielleicht ist das deutsche Publikum einfach grundsätzlich skeptischer und hat auch eher ein Problem mit der Tatsache, dass beim Wrestling eine Menge Show dabei ist und die sportlichen Leistungen manchmal doch etwas in den Hintergrund rücken. Da kann das Publikum in Deutschland vielleicht nicht ganz so einfach eine Grenze ziehen wie das amerikanische: In den USA wollen die Leute beim Wrestling in erster Linie eine gute Show geboten bekommen und unterhalten werden. Die Frage, wer von den beiden nun der bessere Wrestler ist und es deshalb mehr verdient hat zu gewinnen, rückt relativ weit in den Hintergrund. Der Showfaktor steht ganz klar im Vordergrund: Hauptsache, es gibt viel Action.

Beim Boxen überwiegt oft die Langeweile

Der Wrestling-Fan an sich wiederum würde sich bei den meisten Boxkämpfen wahrscheinlich zu Tode langweilen. Hier geht es zwar darum, wer der bessere Sportler und Taktiker ist; aber die meiste Zeit wird um einander herum getänzelt, sich weggeduckt oder daneben geschlagen. Man könnte auch sagen, dass die meisten Boxkämpfe tendenziell immer weniger eine echte Spannungskurve für den Zuschauer bieten: Ein K.O. kommt immer seltener vor, meistens schaut man sich 12 unspektakuläre Runden an, und am Ende entscheiden die Kampfrichter nach Punkten, wer der Bessere war. Dennoch ist das Boxen dem Wrestling hier in Deutschland immer noch meilenweit voraus. Hoffentlich wird sich das bald ändern. Die Frage ist nur, was hierfür nötig ist.

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